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Personalrekruting bleibt ein Thema

Was leistet das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz für das Gewinnen von Mitarbeitern?

Protagonisten des J-Teams

Jan, Elena, Alex und Anna sind die vier Protagonisten des J-Teams. Ihr Ziel: den Wirtschaftsraum Chemnitz als attraktive Region zum Arbeiten und Leben über die Grenzen Deutschlands hinweg zu etablieren und qualifizierten Fachkräften bei der Stellensuche zu helfen.
Foto: Revolte GmbH

Die Corona-Pandemie beherrscht in den März-Wochen des Jahres 2020 auch die Wirtschaft und schiebt bislang drängende Themen wie das Personalrekruting in den Hintergrund. Damit sind diese Herausforderungen jedoch nicht vom Tisch. Das Gewinnen von Fachkräften aus dem Ausland bleibt ein Weg für das Gewinnen von Mitarbeitern. Das zum 1. März 2020 in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll hier unterstützen.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, lassen sich viele Unternehmen inzwischen einiges einfallen: Sie locken mit flexiblen Arbeitszeiten, Zuschüssen für die Kinderbetreuung oder Dienstfahrrädern. An der Demografie können aber auch diese Angebote nichts ändern. Viele Unternehmen nehmen daher mehr und mehr Fachkräfte aus dem Ausland in den Blick. An die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten sind jedoch hohe Hürden und bürokratische Verfahren geknüpft.

Fachkräfte aus Drittstaaten leichter gewinnen

Große Hoffnungen legt die Wirtschaft daher in das im März in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Es soll die Rekrutierung von Fachkräften aus Drittstaaten erleichtern. Die Positivliste und damit die bisher bestehende Beschränkung auf Mangelberufe entfallen. In vielen Fällen gilt das auch für die Vorrangprüfung, die bisher prüfte, ob bspw. ein inländischer Bewerber zur Besetzung der Stelle zur Verfügung steht. Möglich wird darüber hinaus die Einreise von Drittstaatsangehörigen für die Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche sowie für Qualifizierungsmaßnahmen bis zur vollständigen Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikation. Dennoch bleiben die Hürden für die Rekrutierung aus Drittstaaten hoch.
Wer bereits Kontakt zu einer Fachkraft im Ausland hat, die er einstellen möchte, kann für diese nun einen Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit beantragen: Hierfür muss u. a. ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegen, die Berufsqualifikation anerkannt sein, die Zustimmung der Arbeitsagentur und ggf. die Berufsausübungserlaubnis eingeholt werden. Darüber hinaus sind weitere Voraussetzungen zu erfüllen. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, mit dem beschleunigten Fachkräfteverfahren die Voraussetzungen für ein beschleunigtes Visumverfahren bei der Auslandsvertretung zu schaffen. Damit kann die Fachkraft im Ausland bei der zuständigen Auslandsvertretung beschleunigt ein Visum für die Einreise nach Deutschland beantragen. In diesem Verfahren ist die Ausländerbehörde der Ansprechpartner und leitet alle weiteren Verfahren ein. Arbeitgeber profitieren damit von einer One-Stop-Shop-Lösung. Auch wenn dieses Verfahren verkürzte Bearbeitungszeiten vorsieht, muss im Idealfall mit einer Dauer von fünf bis sechs Monaten bis zur Visumerteilung gerechnet werden. Einen Überblick über diese und weitere Regelungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und die entsprechenden Ansprechpartner gibt es unter: www.chemnitz.ihk24.de/FEG
Mit Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes nimmt auch das J-Team Kurs auf neue Zielregionen außerhalb Europas. Jan, Elena, Alex und Anna sind die vier Helden dieses Teams. Ihr Ziel: den Wirtschaftsraum Chemnitz als attraktive Region zum Arbeiten und Leben über die Grenzen Deutschlands hinweg zu etablieren und qualifizierten Fachkräften bei der Stellensuche zu helfen.
Unter #goodjob und #goodlife zeigen sie auf Facebook und ihrer Homepage die vielfältigen Möglichkeiten der Region und geben Tipps von Top-Arbeitgebern bis zu Freizeitmöglichkeiten. Jedes Teammitglied kennt sich dabei in bestimmten Bereichen besonders gut aus. Dieses Wissen teilt das J-Team gern und hilft bei allen aufkommenden Fragen rund um Job- und Wohnortwechsel.
Mit dieser Kampagne zieht die gesamte Region Chemnitz bei der Suche nach Fachkräften an einem Strang. Denn das gemeinsame Projekt der Industrie- und Handelskammer Chemnitz in Kooperation mit der Handwerkskammer Chemnitz sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Südwestsachsen wird von den regionalen Fachkräfteallianzen der Landkreise Erzgebirge, Mittelsachsen, Vogtland und Zwickau sowie der Stadt Chemnitz unterstützt. Es wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts. Hier geht’s zum J-Team:

www.facebook.com/jteam.de/
Weiterer Kontakt für Unternehmen: Kerstin.Vogelsang@chemnitz.ihk.de

www.the-j-team.de