Produktionstechnik Sachsen 2020
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Kunden schätzen das verzahnte Know-how

WESKO GmbH aktiv auf den Feldern Spritzgießwerkzeugbau, Kunststoffverarbeitung und Prüftechnik

WESKO

Werkzeug für das Kunststoffspritzgießen

Werkzeuge für das Kunststoffspritzgießen sind ein Geschäftsfeld der WESKO GmbH Stollberg.
Foto: Mirko Hertel

Automations- und Roboterlösungen

In Zeiten, in denen laut Konjunkturbarometer vom Februar 2020 nur jeder vierte deutsche Werkzeugbauer seine wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut einschätzt und über 90 Prozent mit einer gleichbleibenden bzw. sich verschlechternden Situation rechnen, stehen die Zeichen bei der WESKO GmbH Stollberg auf Wachstum. Ein Ausdruck dafür ist der Bau einer zweiten Halle, die im dritten Quartal 2020 in Betrieb gehen soll.

Auf der neuen Fläche werden die Spritzgussfertigung, die Baugruppenmontage für E-Fahrzeuge und das Lager konzentriert. Im bestehenden Areal bekommen die Bereiche Werkzeug- und Formenbau sowie Prüftechnik mehr Platz. Die Investition trägt nicht nur zur Kapazitätserweiterung bei, sondern unterstützt ebenso die weitere Prozessoptimierung im Unternehmen. „Die Abläufe immer effizienter zu gestalten, ist eine ständige Aufgabe. Das hilft einem gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, betont Geschäftsführer Michael Wiesehütter.
Auch an WESKO geht die schwächelnde Konjunktur nicht spurlos vorüber. Jedoch fällt der Umsatzrückgang von 2018, dem bisher besten Jahr in der fast 20-jährigen Firmengeschichte, zu 2019 mit vier Prozent moderat aus. Rückgänge verzeichnete vor allem die Kunststoffteile-Produktion. In der Prüfkomponentenfertigung und im Werkzeugbau konnte der Betrieb dagegen auch 2019 wachsen. 25 Prozent seiner Erzeugnisse exportierte WESKO im vergangenen Jahr. Märkte sind u. a. Nordamerika, Brasilien, Südafrika, Russland oder China.

Das Gelände der WESKO GmbH. Der Ausschnitt zeigt die im Bau befindliche Gebäudeerweiterung.

Das Gelände der WESKO GmbH. Der Ausschnitt zeigt die im Bau befindliche Gebäudeerweiterung.
Visualisierung: Freyler

Basis für die Leistungsfähigkeit des 2001 gegründeten Unternehmens ist neben der langjährigen Erfahrung im Bau von Präzisionsspritzgussformen und Folgeverbundwerkzeugen das Zusammenwirken von Entwicklung, Konstruktion, Präzisionsteilefertigung und Werkzeugbau bis zur finalen Produktion von Einzelteilen bzw. Baugruppen. WESKO bedient mit dem Geschäftsfeld Spritzgießwerkzeugbau insbesondere das Segment für Präzisionsteilefertigung, u. a. mit Werkzeugen für den Mehrkomponenten- oder dem Mikrospritzguss. Die Auftraggeber sowohl für den Werkzeugbau als auch für die Kunststoffverarbeitung kommen aus unterschiedlichen Branchen wie Automotive, Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizintechnik oder optische Industrie. „Unsere Kunden schätzen, dass wir das Know-how für die gesamte Prozesskette vom kunststoffgerechten Konstruieren bis zum finalen Produkt beherrschen. Die Verzahnung von Werkzeugbau und Teilefertigung ist ein Wettbewerbsvorteil für uns“, sagt der Geschäftsführer.
In der Kunststoffteile-Fertigung – hierzu gehören Komponenten für E-Mobilität, hochwertiges Interieur und elektrische Baugruppen – bemerkt WESKO seit Jahresbeginn 2020 wieder ein leichtes Auftragsplus. „Wir spüren hier auch einen Coronavirus-Effekt. Kunden, die einen Teil ihres Produktspektrums aus China beziehen, kaufen diesen jetzt in Europa ein“, informiert Michael Wiesehütter.
Einen regelrechten Boom erlebt WESKO gegenwärtig mit dem Geschäftsfeld Prüftechnik. Die Prüfadapter kommen u. a. in der Fertigung von Fahrzeugteilen zum Einsatz. Damit erfolgen z. B. Prüfungen von Airbag-, ABS- und ESP-Systemen sowie von Einspritzventilen und Platinensteckverbindern. „Das Thema E-Mobilität treibt hier das Geschäft. Unsere Produkte werden für Prüfstände zum Test von E-Komponenten und ebenso für die Batterieproduktion stark nachgefragt“, berichtet der Geschäftsführer. Auch auf diesem Feld bilden die langjährigen Erfahrungen als Serienhersteller von Steckverbindern ein Plus.
Garant für den unternehmerischen Erfolg sind und bleiben die Mitarbeiter. Aktuell arbeiten 125 Beschäftigte bei WESKO, davon ist mindestens jeder zehnte ein Auszubildender oder BA-Student. Für das Finden der Fachkräfte von morgen gibt es u. a. eine enge Zusammenarbeit mit Schulen in der Region. Für das Binden der Mitarbeiter setzt WESKO nicht nur auf ein leistungsangepasstes Gehalt, sondern auch auf betriebliche Altersvorsorge, Zuschüsse zur Kinderbetreuung oder eine Sachbezugskarte mit 40 Euro Monatsguthaben. Für ein gutes Betriebsklima sorgt auch, dass die Tür zum Chef immer offensteht.

www.wesko-gmbh.de