Produktionstechnik Sachsen 2020
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Kick-off mit Zukunftsthema Additive Fertigung

VEMASinnovativ ruft Industriearbeitskreis Werkzeugbau
ins Leben – Marktarbeit Russland fortgesetzt

Lars Georgi, Leiter des Netzwerkmanagements VEMASinnovativ

Lars Georgi, Leiter des Netzwerkmanagements VEMASinnovativ, begrüßt die Teilnehmer zum Kick-off des Industriearbeitskreises Werkzeugbau in Freiberg.
Foto: VEMASinnovativ

Einen neuen Industriearbeitskreis hat der Innovationsverbund Maschinenbau Sachsen VEMASinnovativ ins Leben gerufen. Das Gremium widmet sich dem Fachgebiet Werkzeugbau. Die Kick-off-Veranstaltung fand mit über 80 Teilnehmern am 5. Februar 2020 an der TU Bergakademie Freiberg statt.

Die Teilnehmerzahl belegt das große Interesse der Branchenunternehmen an dieser fachbezogenen Plattform. „Der Werkzeugbau in Sachsen besteht aus zahlreichen kleinen Firmen, die vor allem für die Automobilindustrie arbeiten. Unter deren Konjunkturschwäche leiden sie aktuell besonders. Die Betriebe suchen deshalb ver­stärkt den Austausch und die Diskussion zu Anforderungen und Lösungsansätzen. Innovative Verfahren, Werkstoffe und Produkte sind gefragt, ebenso Wege von einer teilweise noch mit hohem manuellem Aufwand betriebenen Fertigung hin zu einer flexiblen Industrialisierung. Mit dem neuen Industriearbeitskreis bieten wir die Plattform dafür“, erläutert Lars Georgi, Leiter des Netzwerkmanagements VEMASinnovativ.
Zum Auftakt stand ein Zukunftsthema im Mittelpunkt. Unter der Überschrift „Potenziale der Additiven Fertigung für Anwendungen im Werkzeug- und Formenbau“ erhielten die Teilnehmer Einblicke in Entwicklungsprojekte verschiedener Industrie- und Forschungspartner. U. a. wurden Beispiele für die hohe Geometriefreiheit und die Möglichkeiten der Funktionsintegration vorgestellt. „Wir wollen den Wissens- und Erfahrungsaustausch anregen, den Technologietransfer in die Praxis unterstützen und innovative Projekte mit wirtschaftlichem Gewinn initiieren“, verdeutlicht Lars Georgi die Ziele dieses wie auch der beiden bereits etablierten Industriearbeitskreise. Diese befassen sich mit den Themen Automation und Fabrik. Jedes Gremium wird von Obmännern sowie einem Koordinator aus der Industrie und Wissenschaft geführt.

Die Vertreter des russischen Maschinenbau-Verbandes besuchten u. a. das Fraunhofer IWU.

Die Vertreter des russischen Maschinenbau-Verbandes besuchten u. a. das Fraunhofer IWU.
Foto: VEMASinnovativ

Neben der Unterstützung des sächsischen Maschinenbaus bei der Innovationsentwicklung ist die Marktarbeit ein weiteres wichtiges Feld des Verbundes. So pflegt er enge Verbindungen zur Branche in Russland. Ende Februar 2020 begrüßte VEMASinnovativ gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH im Rahmen des Branchenbezogenen Absatzförderinstruments (BBA) Gäste des russischen Maschinenbau-Verbandes Stankoinstrument. Die Fach- und Führungskräfte weilten zu einem Praxisseminar in Sachsen und informierten sich zu den hiesigen Erfahrungen bei der Einführung von Industrie 4.0 – Digitalisierung und Automation im Werkzeugmaschinenbau. Auf dem Programm standen u. a. Besuche am Fraunhofer IWU, bei Siemens, Niles-Simmons, Hörmann Rawema und im VW-Motorenwerk. Während eines Kooperationsforums im Industriemuseum Chemnitz hatten die russischen Gäste Gelegenheit, direkt mit sächsischen Unternehmensvertretern in Kontakt zu treten und über mögliche Kooperationen zu sprechen.

www.vemas-sachsen.de