Produktionstechnik Sachsen 2019
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Mit Rapid Technologies und Value Engineering schneller zum optimierten Produkt

Der Werkzeugmaschinenhersteller Mikromat hat den Prototypenhersteller Direkt Form in die Prozesskette
integriert und erhöht für die Kunden das Tempo in Erzeugnisentwicklung und Fertigung

Mikromat auf der Intec 2019.

Präsentation von Mikromat auf der Intec 2019.
Foto: Frank Reichel

Seit Frühjahr 2018 gehört der Prototyping-Spezialist Direkt Form aus Freiberg zum Werkzeugmaschinenbauer Mikromat Dresden. Auf der Intec Anfang Februar 2019 präsentierte sich das Unternehmen in dieser neuen Konstellation und verdeutlichte dem Fachpublikum den Nutzen dieser Verbindung: mit Rapid Technologies und Value Engineering noch schneller zum eigenschafts- und kostenoptimierten Produkt gelangen.

Mit dem direkten Formstofffräsen hat Direkt Form seit 2001 das Prototyping von Gussteilen revolutioniert. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung komplexer Geometrien ohne zeitaufwändigen Modellbau. „Topologieoptimierte Konstruktionen und weniger Bearbeitungsaufwand im Nachgang durch Aufmaße von nur einem Millimeter sparen Gewicht und Kosten. Ebenso werden bessere Material- und damit Produkteigenschaften gegenüber Vollformguss erreicht“, erläutern Thomas Warnatsch, Geschäftsführender Gesellschafter von Mikromat, und Ralf Wagner, Betriebsleiter von Direkt Form, die Vorteile des innovativen Verfahrens. Eine wichtige Anwendung ist das Reverse Engineering. Dabei werden die zu ersetzenden Teile von Maschinen, aber auch von historischen Objekten wie Loks oder Glocken gescannt, in ein 3D-Datenmodell übersetzt und konstruktiv angepasst sowie schließlich gefertigt. „Betagte“ Komponenten lassen sich damit jederzeit reproduzieren. Ebenso können Neuteile effizient hergestellt werden.

direktes Formstofffräsen

Das direkte Formstofffräsen ermöglicht die schnelle Realisierung komplexer Teilegeometrien.
Foto: DF Mikromat

Wegbegleiter für Produktentwicklung

„Die Rapid-Technologien sind ein wichtiger Bestandteil unseres Value Engineering geworden“, betont Thomas Warnatsch. Das Unternehmen, dessen Kernkompetenz in der Produktion hochpräziser Bearbeitungssysteme für das Bohren, Fräsen und Schleifen großformatiger Bauteile für den Maschinenbau, die Wälzlagerindustrie sowie die Antriebstechnik liegt, liefert seinen Kunden weit mehr als „nur“ Maschinen. „Wir verstehen uns als Wegbegleiter für ein neu oder weiter zu entwickelndes Produkt. Der Auftraggeber definiert die Ziele für Funktion und Kosten und wir garantieren, dass diese erreicht werden“, verspricht der Geschäftsführer.
Der Erfolgsgarant ist das Fach- und Erfahrungswissen der 160 Mitarbeiter in Dresden und Freiberg. Aus deren Reihen arbeitet ein spezielles Technologieentwicklungs-Team an der Erfüllung des Versprechens. Die Ingenieure und Techniker analysieren die Prozesse beim Kunden und leiten daraus Optimierungspotenziale sowohl für das Produkt als auch für die Bearbeitungstechnologien ab und sichern eine termin- und kostengerechte Serienfertigung. Bei dieser direkten Integration in die Wertschöpfungskette des Kunden wirkt das Prototyping nochmals als beschleunigender Faktor. „In drei bis vier Wochen von der Idee bis zum Prototyp und danach kurzfristig in die Serienfertigung ist für große Gussteile eine kurze Zeitspanne. Wir gewinnen mit diesem Vorgehen immer mehr strategische Kunden“, so Thomas Warnatsch.
Vor allem im Hochlohnland Deutschland und weiteren europäischen Staaten ist das Value Engineering von Mikromat gefragt, mit dem sich Produktstückkosten reduzieren lassen. Ebenso hat der Dresdner Werkzeugmaschinenhersteller seine Aktivitäten in China weiter ausgebaut, sowohl für internationale Partner, die vor Ort fertigen, als auch für die lokalen Unternehmen. Nie abgerissen ist der Kontakt nach Russland. Dort sind vor allem mittelständische Maschinenbauer Kunden und Partner von Mikromat.

www.mikromat.net
www.direktform.de