Produktionstechnik Sachsen 2019
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Digitalisierung mit Adam und Eva

Thementag zur Nutzung mobiler Endgeräte in der Logistik

Das Tablet am Kommissionierungswagen zeigt dem Mitarbeiter schnell erfassbar an, welche Produkte er zu holen hat.

Das Tablet am Kommissionierungswagen zeigt dem Mitarbeiter schnell erfassbar an, welche Produkte er zu holen hat.
Foto: Ina Reichel

Zum Einsatz mobiler Endgeräte diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung „Tablet, Datenbrille, Miniscanner – Logistik 4.0 für KMU“ Ende Januar 2019 bei Schnellecke Logistics Sachsen. Organisiert wurde der Thementag vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz.

Akzeptanz ist der entscheidende Faktor, damit digitale Arbeitsmittel Nutzen bringen. Schnellecke hat aus negativen Erfahrungen eine positive Lösung entwickelt und praktisch umgesetzt.
Der Logistikdienstleister sequenziert u. a. Fahrwerksmodule. Ein Mitarbeiter muss dazu in einer Schicht rund 1000 Picks ausführen, bisher auf der Basis vielstelliger Sachnummern. Um diese anstrengende Tätigkeit zu erleichtern, hat man die Nummern in Vornamen übersetzt, weibliche für die 104 Varianten Schraubenfedern und männliche für die 58 Varianten Stoßdämpfer. Weitere Entlastung sollte der Einsatz von Datenbrillen bringen. Tests zeigten jedoch, dass dies für die Dauer einer Schicht zu anstrengend ist. Alternativ wurde ein Tablet erprobt. Die Mitarbeiter fanden dieses mobile Arbeitsmittel deutlich besser geeignet. Sie haben dabei auch die Hände frei, denn sie verankerten das Tablet mit einer Halterung am Gestell für die Sequenzbildung. Heute wird dem Kommissionierer auf dem Bildschirm angezeigt, wo er z. B. Stoßdämpfer „Adam“ oder Feder „Eva“ findet. Mit umgehängtem Mini­scanner kann er alle notwendigen Schritte ausführen. Neben einer spürbaren Arbeitserleichterung gehen damit Einsparungen von bisher zusätzlich notwendigen Kontrolltätigkeiten einher. Die Fehlerquote tendiert gegen Null.