Produktionstechnik Sachsen 2019
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Chancen für Cleantech-Unternehmen in China

2. Umweltsymposium Sachsen und China der IHK Chemnitz führte potenzielle Partner zusammen

Die Referenten und Organisatoren des 2. Umweltsymposiums Sachsen und China, das bei der Wismut GmbH in Chemnitz stattfand.

2. Umweltsymposiums Sachsen und China, das bei der Wismut GmbH in Chemnitz stattfand.
Foto: Ina Reichel

China betreibt Wirtschaftswachstum nicht mehr um jeden Preis, sondern will auch in Sachen Klimaschutz Vorreiter werden. Dazu wird aktuell ein rund 360 Milliarden Euro schweres Investpaket in Umwelttechnologien umgesetzt. Wie sächsische Cleantech-Unternehmen daran partizipieren können, war Thema des 2. Umweltsymposiums China und Sachsen am 6. März 2019.

Die Veranstaltung der IHK Chemnitz, zu deren Partnern die CLEANTECH Initiative Ostdeutschland gehörte, führte den auf dem 1. Symposium im Sommer 2018 begonnenen Dialog fort, um Kooperationsmöglichkeiten weiter auszuloten und Wege vorzustellen, die andere schon gegangen sind, wie Christoph Neuberg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz, betonte. Yin Jun, Gesandter Botschaftsrat der VR China, lobte das deutsche Herangehen beim Umweltschutz und lud die Firmen ein, bei der Entwicklung in seinem Land mit dabei zu sein. Die Möglichkeiten des Umweltmarktes China und Innovationen sächsischer KMU dafür stellten deutsche und chinesische Wirtschaftsvertreter den rund 80 Teilnehmern des Symposiums vor. Vor allem zwei Erkenntnisse wurden deutlich. Zum einen sind in China teilweise höhere Umweltvorschriften als in Europa einzuhalten. Das trifft z. B. in einigen Landesteilen auf Grenzwerte für Stickoxide in der Industrie zu. Bereits umgesetzte Lösungen dafür stellte Matthias Wolf von NOXMAT vor, einem Hersteller von Beheizungstechnik aus Oederan.
Die zweite Erkenntnis heißt: den Gang ins Reich der Mitte mit Innovationen und mit einem Partner antreten. Darüber sprach Petra Räuber von der wks Technik Dresden. Das Unternehmen projektiert und baut Wasserwerke und Kläranlagen. In China braucht man dafür einen Bau-Partner. Den hat wks dank innovativer technischer Lösungen gefunden und als Gesellschafter gewonnen.
Der sächsische Umweltminister Thomas Schmidt betonte die Rolle Chinas als mittlerweile wichtigsten Außenhandelspartner Sachsens und verwies auf eine bereits gute Zusammenarbeit bei Umwelttechnik. Diese wird mit den Symposien fortgeführt. Die dritte Veranstaltung ist bereits für Sommer 2019 in Vorbereitung – dann wieder in China.

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